A Bigger Knock 2016
Verfasst: Di 31. Mai 2016, 15:59
Moin, liebe Gemeinde,
da ich gerade nix Neues über Waschnüsse, Smarts oder Computer beitragen kann, bleibt mir nur übrig, Euch mit Details unserer letzten Motorradtour zu langweilen...
Also: Nach langer Vorplanung starteten am letzten Mittwoch sechs der üblichen Verdächtigen zum Big Knock, dem englischen Dieselmotorradtreffen.
Einige von Euch werden es schon aus den letzten Jahren kennen oder waren selber schon da.
Als da wären:
Janni aka Chaosengel ließ ihre Wave zugunsten von Mongo Gamma zurück
Martin aka Sachsenring auf dem derzeitigen Kilometerkönig Wave 110
Christian aka Milchmann schonte seine 65 Tkm Inno und pilotierte stattdessen seine nigelnagelgebrauchte Bullet 500
Ole mußte seine heißgeliebte XS 400 stehenlassen und quetschte seine stattliche Figur auf einem Vision Jehova zusammen
Dieter aka Schnappes bremste den Konvoi mit seiner Dieseltaurus auf erträgliche Geschwindigkeit zusammen
Reinhard aka Thrifter gab dem Flitzibitz, Update 2016, den ersten größeren Auslauf.
Am Dienstag abend waren wir schon zu viert in Dortmund und stapelten uns in meiner Minibude zusammen. Am Mi morgen gesellte sich Christian und Dieter zu uns und wir starteten gen Nürburgring.
Zuerst der traditionelle Aufstieg zum Kaiser-Wilhelm-Turm auf der Hohen Acht; es war trocken, aber kalt und nebelig. Zweites Frühstück im Renncafe in Breitscheid.
Dann auf kleinen Eifelsträßchen langsam weiter Richtung Vianden in Lux, unserem Tagesziel.
Dort schlugen wir schon früh die Zelte auf und machten uns zu Fuß in die pittoreske Innenstadt auf, wo wir unser Abendbier genehm mit Blick auf Fluß und Burg zischten. Am nächsten Morgen ging es schon früh weiter, da noch über 500 km Landstraße bis zum Fährenhafen im französischen Dieppe auf uns warteten.
Zunächst aber trödelten wir nur bis nach Larochette weiter und vertrieben uns die Zeit bis zur Öffnung der spektakulären Burgruine mit einem ausgedehnten Frühstück. Dann mußten wir uns aber (im Rahmen unserer begrenzten Reisegeschwindigkeit) mächtig sputen, um noch rechtzeitig unsere vorgebuchte Nachtfähre zu erreichen.
Zwanzig Minuten vor Meldeschluß waren wir da und mußten noch einige Zeit die bizarre Katz- und Maus Jagd erleben, die sich eine 100 Mann Gruppe von Albanern mit dem Sicherheitspersonal des Fährenhafens lieferte. Einige schafften es bis aufs Gelände, wurden dann pflichtschuldigst einkassiert und in Handschellen in warme Einzelzellen verbracht.
Der Rest schaute ihnen fast neidisch nach; am nächsten Abend werden sie wohl wieder alle da gewesen sein...
Wir waren alle schon rechtschaffen müde; und die sechsstündige Überfahrt erlaubte trotz bequemer Ledersitze nicht wirklich erholsamen Schlaf. England erwartete uns morgens um 5 Uhr kalt und naß; aber es waren nur 60 km bis zum Treffen in Billingshurst, und mit Sonnenaufgang wurde es auch sofort warm und schön.
Eigentlich wollten wir nach Aufbau der Zelte nur ein paar Stunden Schlaf; aber Stuart & Jeff, die Organisatoren, schleppten uns sofort mit auf eine schsstündige Ausfahrt mit der ganzen Gruppe zum Ryka's Cafe und Boxhill. Südengland pur auf kleinsten Single Lanes; und ein klassisches englisches Frühstück brachte den Kreislauf wieder in Schwung. Die nächsten Tage vergingen wie im Fluge mit Rumlungern, kleineren und größeren Trips ins Umland, Quatschen bis zum Umfallen im Kreise von Dutzenden ähnlich bescheuerter Gestalten.
Martin und Ole machten eine Wallfahrt nach Oxford ins Mekka aller Studenten; der Rest genoß die englische Sonne bis zum Sonnenbrand und den Alk bis zum Kater.
Jede Menge alte und neue Geschichten machten die Runde; mir gefiel am besten die vom heiligen Sankt Schuberthus, dem Schutzpatron aller GS-Fahrer...
(Ihr wißt schon, GS, die Teutonenschleuder...) Es war eine Superzeit; und wie alle Superzeiten war sie viel zu schnell wieder zu Ende.
Sonntag abends packten wir alle Klamotten wieder ein und wunderten uns darüber, warum die Säcke NACH einem Treffen immer soviel größer sind als vorher...
Zurück nach Newhaven, und nach einem Dinner for Six im KFC (gab nix anderes) nahm uns der Bauch der Fähre wieder auf.
Am morgen in Fronkroisch wieder die alten Witze ('Was'n hier los? Die fahr'n ja alle auf der falschen Seite!...') und dann wartete die lange, lange Rückfahrt auf uns. Und der Dauerregen...
Nach drei Sunden in Frankreich dann der Knall: Dieter und Janni gingen bei einem Stop in der Regengischt verloren und konnten trotz aller Telefonate nicht wieder aufschließen, weil sie auf eine andere Autobahn abgebogen waren.... Hmmmm, schade, schade. Aber dann ist das halt so... Die vordere Vierergruppe kämpfte sich weiter durch die Regenschlacht und war um fünf Uhr wieder in D und bald darauf auch wieder zuhause.
Dieter und Janni brauchten erheblich länger; vor allem die arme Janni war klatschnaß bis auf die Spitzenunterwäsche und mußte mit regelmäßgen Infusionen von Heißgetränken alle 80 km am Leben gehalten werden. Bis nach D schafften sie es aber auch; gegen Mitternacht stellte Janni die brave Gamma in Dieters Garage in Mülheim. Ihr Freund Mathias war spontan mit dem Kombi von HH angereist, um sein durchgefrorenes Herzblatt vor dem Erfrierungstod zu retten.
Aber so wie ich sie kenne, war sie heute wieder pünktlich auf der Arbeit.... Ich hingegen war froh, noch einen Erholungstag zu haben, den ich jetzt damit zubringe, Euch dies zu schreiben.
Gesamtfazit: drei Hondagetriebe in verschiedenen Fahrzeugen, drei Enfieldgetriebe in verschiedenen Fahrzeugen, zusammen fast 10.000 km gefahren, kein technischer Stop... keine Herausforderung...
Ich glaube, wir müssen uns doch mal langsam ein paar Chinaböller zulegen...
Gruß
Reinhard
da ich gerade nix Neues über Waschnüsse, Smarts oder Computer beitragen kann, bleibt mir nur übrig, Euch mit Details unserer letzten Motorradtour zu langweilen...
Also: Nach langer Vorplanung starteten am letzten Mittwoch sechs der üblichen Verdächtigen zum Big Knock, dem englischen Dieselmotorradtreffen.
Einige von Euch werden es schon aus den letzten Jahren kennen oder waren selber schon da.
Als da wären:
Janni aka Chaosengel ließ ihre Wave zugunsten von Mongo Gamma zurück
Martin aka Sachsenring auf dem derzeitigen Kilometerkönig Wave 110
Christian aka Milchmann schonte seine 65 Tkm Inno und pilotierte stattdessen seine nigelnagelgebrauchte Bullet 500
Ole mußte seine heißgeliebte XS 400 stehenlassen und quetschte seine stattliche Figur auf einem Vision Jehova zusammen
Dieter aka Schnappes bremste den Konvoi mit seiner Dieseltaurus auf erträgliche Geschwindigkeit zusammen
Reinhard aka Thrifter gab dem Flitzibitz, Update 2016, den ersten größeren Auslauf.
Am Dienstag abend waren wir schon zu viert in Dortmund und stapelten uns in meiner Minibude zusammen. Am Mi morgen gesellte sich Christian und Dieter zu uns und wir starteten gen Nürburgring.
Zuerst der traditionelle Aufstieg zum Kaiser-Wilhelm-Turm auf der Hohen Acht; es war trocken, aber kalt und nebelig. Zweites Frühstück im Renncafe in Breitscheid.
Dann auf kleinen Eifelsträßchen langsam weiter Richtung Vianden in Lux, unserem Tagesziel.
Dort schlugen wir schon früh die Zelte auf und machten uns zu Fuß in die pittoreske Innenstadt auf, wo wir unser Abendbier genehm mit Blick auf Fluß und Burg zischten. Am nächsten Morgen ging es schon früh weiter, da noch über 500 km Landstraße bis zum Fährenhafen im französischen Dieppe auf uns warteten.
Zunächst aber trödelten wir nur bis nach Larochette weiter und vertrieben uns die Zeit bis zur Öffnung der spektakulären Burgruine mit einem ausgedehnten Frühstück. Dann mußten wir uns aber (im Rahmen unserer begrenzten Reisegeschwindigkeit) mächtig sputen, um noch rechtzeitig unsere vorgebuchte Nachtfähre zu erreichen.
Zwanzig Minuten vor Meldeschluß waren wir da und mußten noch einige Zeit die bizarre Katz- und Maus Jagd erleben, die sich eine 100 Mann Gruppe von Albanern mit dem Sicherheitspersonal des Fährenhafens lieferte. Einige schafften es bis aufs Gelände, wurden dann pflichtschuldigst einkassiert und in Handschellen in warme Einzelzellen verbracht.
Der Rest schaute ihnen fast neidisch nach; am nächsten Abend werden sie wohl wieder alle da gewesen sein...
Wir waren alle schon rechtschaffen müde; und die sechsstündige Überfahrt erlaubte trotz bequemer Ledersitze nicht wirklich erholsamen Schlaf. England erwartete uns morgens um 5 Uhr kalt und naß; aber es waren nur 60 km bis zum Treffen in Billingshurst, und mit Sonnenaufgang wurde es auch sofort warm und schön.
Eigentlich wollten wir nach Aufbau der Zelte nur ein paar Stunden Schlaf; aber Stuart & Jeff, die Organisatoren, schleppten uns sofort mit auf eine schsstündige Ausfahrt mit der ganzen Gruppe zum Ryka's Cafe und Boxhill. Südengland pur auf kleinsten Single Lanes; und ein klassisches englisches Frühstück brachte den Kreislauf wieder in Schwung. Die nächsten Tage vergingen wie im Fluge mit Rumlungern, kleineren und größeren Trips ins Umland, Quatschen bis zum Umfallen im Kreise von Dutzenden ähnlich bescheuerter Gestalten.
Martin und Ole machten eine Wallfahrt nach Oxford ins Mekka aller Studenten; der Rest genoß die englische Sonne bis zum Sonnenbrand und den Alk bis zum Kater.
Jede Menge alte und neue Geschichten machten die Runde; mir gefiel am besten die vom heiligen Sankt Schuberthus, dem Schutzpatron aller GS-Fahrer...
(Ihr wißt schon, GS, die Teutonenschleuder...) Es war eine Superzeit; und wie alle Superzeiten war sie viel zu schnell wieder zu Ende.
Sonntag abends packten wir alle Klamotten wieder ein und wunderten uns darüber, warum die Säcke NACH einem Treffen immer soviel größer sind als vorher...
Zurück nach Newhaven, und nach einem Dinner for Six im KFC (gab nix anderes) nahm uns der Bauch der Fähre wieder auf.
Am morgen in Fronkroisch wieder die alten Witze ('Was'n hier los? Die fahr'n ja alle auf der falschen Seite!...') und dann wartete die lange, lange Rückfahrt auf uns. Und der Dauerregen...
Nach drei Sunden in Frankreich dann der Knall: Dieter und Janni gingen bei einem Stop in der Regengischt verloren und konnten trotz aller Telefonate nicht wieder aufschließen, weil sie auf eine andere Autobahn abgebogen waren.... Hmmmm, schade, schade. Aber dann ist das halt so... Die vordere Vierergruppe kämpfte sich weiter durch die Regenschlacht und war um fünf Uhr wieder in D und bald darauf auch wieder zuhause.
Dieter und Janni brauchten erheblich länger; vor allem die arme Janni war klatschnaß bis auf die Spitzenunterwäsche und mußte mit regelmäßgen Infusionen von Heißgetränken alle 80 km am Leben gehalten werden. Bis nach D schafften sie es aber auch; gegen Mitternacht stellte Janni die brave Gamma in Dieters Garage in Mülheim. Ihr Freund Mathias war spontan mit dem Kombi von HH angereist, um sein durchgefrorenes Herzblatt vor dem Erfrierungstod zu retten.
Aber so wie ich sie kenne, war sie heute wieder pünktlich auf der Arbeit.... Ich hingegen war froh, noch einen Erholungstag zu haben, den ich jetzt damit zubringe, Euch dies zu schreiben.
Gesamtfazit: drei Hondagetriebe in verschiedenen Fahrzeugen, drei Enfieldgetriebe in verschiedenen Fahrzeugen, zusammen fast 10.000 km gefahren, kein technischer Stop... keine Herausforderung...
Ich glaube, wir müssen uns doch mal langsam ein paar Chinaböller zulegen...
Gruß
Reinhard