Sperber trifft Innova

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kurzer
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Re: Sperber trifft Innova

Beitrag von kurzer »

ich kenne das fahrwerk der vogelserie auch recht gut. von der anmutung her würde ich das mindestens eine klasse besser einstufen, als das meiner hisun, die ja in weiten teilen baugleich sein dürfte. die radführungen sind sehr fragil und eine richtig harte gangart traue ich dem schlabberzeug ehrlich nicht zu. dämpfung und radführung waren bei den hydraulischen dämpfern von simson wesentlich besser.
der ansatz mit den tunigteilen ist möglicherweise der richtige weg, das serienzeug ist billiger mist. (tut mir leid leute, es ist imho so)

die bremse an den simsons ist tatsächlich eine fehlkonstruktion. dadurch dass der bremshebel rechts nach unten weggeht, wie auch bei den späteren telegabelmodellen, ist ein technisches problem eingebaut worden.

der bremsnocken am unteren (auflaufenden backen hat eine hebellänge von 10cm. der nocken oben am ablaufenden backen dagegen hat nur 9cm hebellänge. kürzerer hebel bedeutet aber das der backen bei gleichem winkel 10% mehr weg macht. der ablaufende backen wird also im bereich der normalen bremsung immer 10% weiter bewegt. dadurch ergibt sich zwangsläufig ein gleichgewicht aus verschleiß und betätigungsweg, bei dem der ablaufende backe den großteil der handkraft abbekommt, aber nur einen sehr geringen teil bremskraft daraus macht. man zerrt dann die seele aus dem bowdenzug, aber nichts passiert.

die abhilfe wär sehr einfach. die bremse komplett umdrehen, oder den betätigungshebel. am hinterrad ist die gleiche bremse ja auch richtig herum verbaut. leider sind wir nicht der konstrukteur und können oder wollen das nicht ändern.
wir könnten den auflaufenden backen mit einen dickeren unterlage zu mehr einsatz überreden. der verschleiß würde das ganze aber wieder auf anfang stellen und das nockenlager würde bis dahin sehr einseitig belastet.

die einzige gangbare lösung ist demzufolge ein asymmetrischer nocken. wenn ich den nocken so ändere, dass beide backen etwa den gleichen weg zurücklegen, also am ablaufenden die betätigungsecke ein wenig flacher ausführe, dann wird die bremse zu neuer form auflaufen. ich muss dann aber bei der montage dieses unscheinbaren teils sehr genau aufpassen.

mit asymmetrischem nocken und einem hebel mit etwas mehr betätigungsweg bremst mein sr50 tatsächlich auf der höhe der zeit. ein stabilerer bowdenzug würde nochmal eine verbesserung versprechen. btw. die telegabel war dem natürlich nicht gewachsen, die wurde umgebaut auf honda cx500c federn. evt. kennt man den umbau ja noch in der simsonszene, den hab ich erfunden und dokumentiert.

totoking

Re: Sperber trifft Innova

Beitrag von totoking »

Die Geschichten mit dem Umdrehen des Bremsschildes und Abschleifen des Nocken kenn ich, jedoch ist und bleibt es eine relativ schlecht konstruierte Simplexbremse. Meine Idee dazu war damals, in die Vogelfahrwerke MZ-Bremsen zu verbauen. Das ist aufwändig, funktioniert jedoch erstaunlich gut bei der Bremsleistung, ändert aber nichts an dem Aufbäumen des Fahrwerks beim Bremsen. Hier mal der Link zu dem Umbau auf MZ-Bremse:
http://www.schwalbennest.de/simson/mz-b ... 85330.html
Es ist auch tatsächlich nicht so, dass ich nun auf Biegen und Brechen darauf angewiesen bin, nun unbedingt sofort etwas an meinem Sperber umrüsten zu müssen, es geht hauptsächlich um das Prinzip, es zu versuchen. WENN sich der Erfolg dann nicht einstellt, dann war es eben der Versuch.

Schön übrigens, dass sich doch einige Forenmitglieder interessiert zeigen, obwohl es um ein anderes Modell geht. Find ich super, da bin ich aus den Simsonforen doch einiges andere gewohnt.

Gruß Sirko

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Cpt. Kono
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Re: Sperber trifft Innova

Beitrag von Cpt. Kono »

Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen. Tolerante Foren mit freundlichem Umgangston sind ziemlich rar.
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kurzer
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Re: Sperber trifft Innova

Beitrag von kurzer »

totoking hat geschrieben:Die Geschichten mit dem Umdrehen des Bremsschildes und Abschleifen des Nocken kenn ich...
nicht und, oder muss es heißen. entweder umdrehen ODER den nocken ändern. :bike:

gerade wenn man nicht grundsätzliche probleme mit der bremse hat, es nur um etwas besseres handgefühl geht und nicht zb. um rennmäßigen einsatz, gerade dann würde ich immer eine optisch orginale lösung anstreben. die nockenänderung ist dafür optimal, unsichtbar und doch effektiv.

warum du das aufstellen bemängelst, verstehe ich übrigens auch nicht. das durchschlagen beim bremsen ist auch nicht gerade die wucht in tüten. damals beim übergang von der vollschwinge zur telegabel wurde dieser punkt immer als eindeutiger pluspunkt für die schwinge gewertet.

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Innova-raser
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Re: Sperber trifft Innova

Beitrag von Innova-raser »

totoking hat geschrieben:Schön übrigens, dass sich doch einige Forenmitglieder interessiert zeigen, obwohl es um ein anderes Modell geht. Find ich super, da bin ich aus den Simsonforen doch einiges andere gewohnt.
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without any comment....... :hmm:
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